Gisela und Hansruedi auf der

Via Alpina

von Feldkirch nach Innsbruck und vom Grossen St. Bernhard nach Monaco
1. August bis 30. September 2025

Die Via Aplina ist ein grenzüberschreitendes Weitwanderwegnetz, das mithilfe fünf verschiedener Routen alle acht Apenstaaten erschliesst. Neben der Schweiz auch Lichtenstein, Österreich, Slowenien, Italien, Monaco, Frankreich und Deutschland.
In den Jahren 2010 bis 2019 hatten wir bereits die nördliche Route der Via Alpina (rot) durch die Schweiz von St. Gingolph am Genfersee bis zum Naafkopf oberhalb Malans begangen.
2023 wanderten wir während 6 Wochen von Innsbruck in Richtung Triest, mehr oder weniger auf der Originalroute. Leider ging unser Plan, bis ganz nach Triest zu wandern, nicht ganz auf. Die Hütten in Slowenien schlossen früher, als wir geplant hatten. So strandeten wir neun Etappen vor Triest im kleinen Dorf Podbrdo und brachen die Wanderung ab.
2024 starteten wir wieder genau dort, wo wir aufgehört hatten und wanderten die Via Alpina im Osten fertig bis Triest.

2025 geht's wieder weiter:
Uns fehlt jetzt noch das Teilstück zwischen der Schweizer Grenze (Feldkirch) und Innsbruck. Und natürlich noch die ganzen Südalpen ab dem Grossen St. Berhard bis nach Monaco. Das packen wir ab dem 1. August 2025 an.

Wir werden weiterhin versuchen, im Blog jeden Tag ein Foto und ein paar Worte zu schreiben für alle lieben Menschen, die sich für unsere Wanderung interessieren.

Wander-Blog

Heute hat es aus Kübeln geregnet - das wurde uns von der Wetter-App angekündigt, weshalb wir den Morgen gemütlich angingen und unsere Wanderung verkürzten - sprich erst mittags starteten.

Wichtig war uns heute, den Übertritt von Slovenien nach Italien Schritt für Schritt unter die Füsse zu nehmen. Grenzen und Grenzgebiete  haben uns schon immer fasziniert, eigentlich seit unserem „Grenzschlängeln“ rund um die Schweiz. 

So haben grüne Grenzen oft etwas Geheimnisvolles, Verbotenes an sich. Vor allem früher bedeuteten sie auch Gefahr, bei Schmuggel und im Krieg. Sie trennen aber auch ganz schlicht Länder. Jenseits der Grenze läuft das Leben anders - ganz im Sinne: andere Länder - andere Sitten.

Wir haben die Menschen in Slowenien in den letzten 15 Wandertagen richtig schätzen gelernt.  Wir erlebten sie als sehr freundlich, aufgeschlossen, neugierig, interessiert, ordentlich, aber stets die Privatsphäre wahrend. Wir sahen ein Land, das - von aussen betrachtet - auf einem guten Weg ist und viele Neuerungen und Projekte anstösst.

Und kaum hatten wir den Grenzstein passiert, wunderten wir uns über herumliegenden Abfall am Wegesrand und fehlende Gehsteige neben der Fahrstrasse. 
 
Aber dann, nach unserer Ankunft im Dorf, beim ersten Cappuccino an der Bar, erlebten wir wieder einmal italienischen Jubel und Trubel am Feierabend. Jeder kennt jede und man tauscht heiter den neusten Klatsch aus - Sanitäter, Krippenleiterin, Mütter mit Kindern, Dorfälteste, Handwerker - sie alle fahren vor und stellen ihr Auto sorglos in die letzte Lücke - auch wenn dort kein Parkplatz vorgesehen ist. Ein fröhliches und lautes Kommen und Gehen, wir staunen und lächeln - wir lieben sie halt … viva Italia 🥰
Gisela