Gisela und Hansruedi auf der

Via Alpina

von Pontebernardo im Valle Stura (I) nach Monaco
12. bis 26. August 2026

Die Via Aplina ist ein grenzüberschreitendes Weitwanderwegnetz, das alle acht Apenstaaten erschliesst. Neben der Schweiz auch Lichtenstein, Österreich, Slowenien, Italien, Monaco, Frankreich und Deutschland.
In den Jahren 2010 bis 2019 hatten wir bereits die Via Alpina durch die Schweiz von St. Gingolph am Genfersee bis zum Naafkopf oberhalb Malans begangen.
2023 wanderten wir während 6 Wochen von Innsbruck in Richtung Triest, mehr oder weniger auf der Originalroute. Leider ging unser Plan, bis ganz nach Triest zu wandern, nicht ganz auf. Die Hütten in Slowenien schlossen früher, als wir geplant hatten. So strandeten wir neun Etappen vor Triest im kleinen Dorf Podbrdo und brachen die Wanderung ab.
2024 starteten wir wieder genau dort, wo wir aufgehört hatten und wanderten die Via Alpina im Osten fertig bis Triest.

2025 wanderten wir das fehlende Teilstück zwischen der Schweizer Grenze (Feldkirch) und anschliessend in den Südalpen ab dem Grossen Sankt Berhard bis nach Ponte Benardo im Valle Stura.
Hier setzen wir am 12. August 2026 wieder ein. In 13 Tagesetappen mit zwei Pausentagen wandern wir bis nach Monaco und haben dort die gesamte Via Alpina gewandert. Es ist alles bereits geplant, die Hütten sind reserviert, die Bahnbillete gekauft. Wir hoffen, dass das Wetter auch dieses Jahr noch einmal toll mitspielt.

Wir werden weiterhin versuchen, im Blog jeden Tag ein Foto und ein paar Worte zu schreiben für alle lieben Menschen, die sich für unsere Wanderung interessieren.

 

woelfin@vegiwolf.ch

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Wander-Blog

Kurz vorweg: Die Berichterstattung hat sich in den letzten Tagen leider arg verzögert, da wir entweder während Tagen kein Netz hatten und/oder vom Wandern so beansprucht waren, dass wir weder Zeit noch Energie aufbringen konnten, unseren Tagesrückblick zu formulieren.

Wir starteten am Samstag sehr früh, da wir heute gleich zwei Etappen zu bewältigen hatten (9.5 Stunden Wanderzeit). Nach der Gewitterfront zeigte sich nun das Wetter von seiner besten Seite.

  


Die verzauberte Morgenstimmung beflügelte uns und wir bewältigten den ersten Halbtag ohne Probleme. Das berühmte "Valle de Merveilles" hatte mich auch dieses Mal (wie schon vor 40 Jahren) wieder voll in den Bann gezogen - ein ganz spezielles Hochtal: einerseits die offene und fliessende  Landschaft, andererseits die über 40'000 geheimnisvollen Felsgravuren aus der Bronzezeit.

  

 

  


Da noch ein weiterer Pass und ein längerer Abstieg vor uns lagen, konnten wir den kleinen Zeichen an den Felsblöcken leider nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken.
Wir erreichten gut gelaunt den zweiten Pass und freuten uns darüber, dass wir hier seit langem wieder guten Empfang hatten und unsere Digital Detox Days kurz unterbrechen konnten, um ein paar Mails zu lesen.

Nach dieser Pause stürzten wir uns mit viel Energie in den langen Abstieg. Es war steil und mühsam, da Blockkraxeln angesagt war. Wir verloren immer wieder den Weg aus dem Blickfeld. Das Konsultieren der GPS-Karte verriet uns, dass wir uns zu stark rechts vom vorgegebenen Weg befanden. Wir befragten einen erfahrenen Wanderer aus der Gegend, der uns bestätigte, dass wir, vom Pass aus, den falschen Weg erwischt hatten und uns jetzt in einem ganz anderen Tal befanden. Wir waren völlig vor den Kopf gestossen. So etwas war uns noch nie passiert. Wir mussten wider Willen nach einem Plan B suchen. Den ganzen Weg wieder zurück, hätten wir zeitlich und kräftemässig nicht mehr geschafft. Wir mussten in den sauren Apfel beissen und tief ins Tal nach Belvedère absteigen.


Unten angekommen hatten wir alle Hände voll zu tun, wir machten Autostopp in einen grösseren Ort (Roquebillière) und suchten per booking.com nach irgend einem freien Hotelzimmer.  Unglücklicherweise war es ein wunderschöner Samstagabend der wahrscheinlich die Hälfte der Bevölkerung von Nizza und Umgebung in die nahe Bergwelt zog - raus aus der Hitze. Wir sassen nun in Roquebillière auf einer Bank, waren müde und etwas verzweifelt. Hansruedi hat die Nummer eines ortsansässigen Taxiunternehmens erhalten. Kein Zimmer in Fussdistanz, ein Bus nach Nizza und vielleicht ein Taxi, dass am Samstagabend Lust hat, uns zu einem freien Hotelzimmer zu fahren?


Gisela